1. Mehrsilbige Wörter an sinnvollen Silbengrenzen trennen
Typische Trennungen sind zum Beispiel Bau-er, Ei-er, steu-ern oder na-iv. Nicht jedes sichtbare Buchstabenmuster ist automatisch eine gute Trennstelle; entscheidend ist die orthografisch zulässige Worttrennung.
2. Zusammensetzungen und Präfixe beachten
Bei zusammengesetzten Wörtern und Wörtern mit Präfix liegt eine wichtige Trennstelle häufig an der Grenze der Bestandteile. Beispiele sind Heim-weg, Schul-hof, Ent-wurf oder Ver-lust.
3. Irreführende Trennungen vermeiden
Eine formal mögliche Trennung sollte den Lesefluss nicht unnötig stören oder einen falschen Sinn nahelegen. Das amtliche Regelwerk nennt als Beispiel Ur-instinkt statt der irreführenden Lesart „Urin-stinkt“.
4. Einzelne Vokale nicht isolieren
Ein einzelner Vokalbuchstabe am Wortanfang oder Wortende wird nicht allein abgetrennt. Auch bei Zusammensetzungen gelten dafür Einschränkungen.
Amtliche Grundlage
Unsere redaktionellen Hinweise orientieren sich am Amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung. Die Fassung 2024 ist seit dem 1. Juli 2024 für Schule und Verwaltung verbindlich; Übergangsfristen werden von den zuständigen staatlichen Stellen organisiert.
Häufige Fragen
Darf jedes Wort getrennt werden?
Nein. Worttrennung am Zeilenende betrifft mehrsilbige Wörter; zusätzlich gelten orthografische Einschränkungen und Regeln für bestimmte Wortstrukturen.
Ist Silbentrennung immer identisch mit dem Sprechen?
Die hörbaren Silbengrenzen sind eine wichtige Orientierung, stimmen aber nicht in jedem Sonderfall eins zu eins mit jeder möglichen orthografischen Trennstelle überein.